Wilde Malve

Königin der Nacht (Foto: Gisela)
Bitumenklee (Foto: Gisela)
und ich wachse doch (Foto: Gisela)
Trockene Schönheit (Foto: Wilfried)
Giftig (Foto: Wilfried)
Feldblume (Foto: Jutta)
Erbse (Foto: Jutta)
Geranium (Foto: Jutta)
Indischer Flieder (Foto: Gisela)
sonnig (Foto: Heike)
Convolvulus althaeoides ssp. althaeoides  (Foto: Gisa)
Crinum sp. "River Lily" ? (Foto: Gisa)
Rutenkraut (Foto: Gisa)

Die "Malva sylvestris" gehört zur Familie der Malvaceae.

Sie zählt zu den ältesten bekannten Gemüse- und Heilpflanzen. Sie wurde schon in der Antike als Nutzpflanze angebaut. Ihr deutscher Name „Große Käsepappelbezieht sich auf die käselaibförmigen, schleimhaltigen Früchte, aus denen früher Kinder-Papp  zubereitet wurde.

Die Wilde Malve kann leicht mit den ebenfalls zu den Malvengewächsen gehörenden verwechselt werden : dem Echten Eibisch und der Weg-Malve. Da die Malvenfamilie allgemein ungiftig ist, kann man auch diese Blüten ausprobieren.

Drei Blüten pro Tasse und einige Spritzer Zitronensaft ins kochende Wasser.

Ursprünglich ist die Wilde Malve in Asien und Südeuropa beheimatet. Heute findet man sie in ganz Süd- und Mitteleuropa. Ihr Vorkommen erstreckt sich von Mittelschweden bis Griechenland. Zu den Verbreitungsgebieten zählt man Madeira, Algerien, Ägypten, Libyen, Marokko, Afghanistan, Zypern, Iran, Israel, Jordanien, Libanon, Syrien, Türkei, Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Russland, Dagestan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Indien, Nepal, Bhutan, Dänemark, Finnland, Weißrussland, die Baltischen Staaten, Moldawien, Ukraine, Albanien, Bulgarien und Rumänien.

Die Wilde Malve gedeiht auf trockenen, stick- und nährstoffreichen Böden bis in Höhenlagen von 1800 Meter. Man findet sie vor allem an Wegrändern und Zäunen, auf Ödland und in lichten Wäldern und auf meiner Terrasse.

Sie ist seit etwa 1587 in Kultur und liebt sonnige bis halbschattige Standorte.

Verwendung in der Medizin: Wirksame Bestandteile der Blätter und Blüten sind in erster Linie Schleimstoffe (5–12 %). In geringerer Menge enthalten sie auch Flavonoide.  Die Blüten weisen einen annähernd gleich hohen Schleimstoffgehalt in ähnlicher Zusammensetzung wie die Blätter auf.Sie legen sich als schützender Film über Schleimhäute und entfalten so eine beruhigende Wirkung. Die Extrakte der Pflanze werden bei Entzündungen des Mund- und Rachenraums, auch des Magen-Darm-Bereichs eingesetzt, auch bei Erkältungen und trockenem Reizhusten.Die Aufnahme anderer Arzneistoffe kann durch Malvenpräparate herabgesetzt werden. Deshalb sollte zwischen der Einnahme malvenhaltiger Drogen und anderer Arzneimittel mindestens eine Stunde Abstand liegen.

 

Verwendung als Farbstoff : Aus der gesamten Pflanze und den Samen werden auch cremefarbene, gelbe und grüne Farbstoffe extrahiert.

Farbstoffe aus den Blüten der Malve ergeben bei alaungebeizter Wolle  einen Rosenholzton.

Auch in der Lebensmittelindustrie werden die Blüten zum Gelb-Färben diverser Produkte genutzt.