Topinambur

Königin der Nacht (Foto: Gisela)
Bitumenklee (Foto: Gisela)
und ich wachse doch (Foto: Gisela)
Trockene Schönheit (Foto: Wilfried)
Giftig (Foto: Wilfried)
Feldblume (Foto: Jutta)
Erbse (Foto: Jutta)
Geranium (Foto: Jutta)
Indischer Flieder (Foto: Gisela)
sonnig (Foto: Heike)
Convolvulus althaeoides ssp. althaeoides  (Foto: Gisa)
Crinum sp. "River Lily" ? (Foto: Gisa)
Rutenkraut (Foto: Gisa)

Einordnung: Der zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehörende Topinambur (Helianthus tuberosus) ist ein enger Verwandter unserer beliebten Sonnenblume (Helianthus annuus). "Erdartischocke" oder "Jerusalem-Artischocke". Brasilianische Indianer bauten sie an, sie kam nach Westfrankreich und zu unseren Großmüttern.

Erscheinungsbild: Topinambur zählt zu den Kurztagpflanzen und ist mehrjährig. Die oberirdischen Pflanzenteile sterben nach den ersten Frostnächten im Herbst ab. Ende April des folgenden Jahres sprießen neue Knospen aus den im Boden verbliebenen Knollen. Aus diesen Sprossen entwickeln sich aufrechte markgefüllte Stängel, an denen gestielte, raue und leicht behaarte Blätter sitzen. Jeder Stängel verzweigt sich in den Achseln der oberen Blattstände und trägt 5 bis 15 leuchtend gelbe Blüten. Die Blüten entwickeln einen Durchmesser von 4 bis 10 cm. Sie sind damit deutlich kleiner, als die der Sonnenblume, dafür zahlreicher und ebenso sonnig strahlend!
Die Topinambur-Knollen ähneln im Aussehen der Ingwer-Wurzel. Ihre Farbe variiert je nach Sorte zwischen Gelb-, Braun- und Rot-Tönen.
Das genaue Erscheinungsbild der Topinambur Pflanzen hängt einerseits von der verwendeten Sorte, andererseits von den jeweiligen Standortbedingungen ab.
Blütezeit: August bis zum ersten Frost
Höhe: 1.8 bis 3 Meter
Knollen: Durchmesser 2 - 5 cm, Länge 5 - 20 cm

Vermehrung: Topinambur kann sowohl durch Samen, wie auch durch Ableger der Wurzelknollen vermehrt werden. Wegen des späten Blütezeitpunkt reifen die Samen im mitteleuropäischen Klima meist nicht aus. Sie können jedoch Samen kaufen (siehe Bezugsquellen) und im Frühjahr aussähen. Einfacher ist es Saatknollen zu kaufen und zu pflanzen.
Wenn Topinambur, diese Sonnenknolle erst einmal in Ihrem Garten Einzug gehalten hat, vermehrt sie sich durch Knollen-Ableger selber.

Standort: Topinambur ist anspruchslos und stellt keine grossen Anforderungen an seinen Standort. Er wächst auf fast jedem Boden. Ideal ist ein lockerer, leicht sandiger Boden. Einzig auf sumpfigem Grund mit stehender Nässe gedeiht Topinambur nicht oder nur kümmerlich. Am kräftigsten gedeiht dieser Sonnenschein an einem vollsonnigen Platz, fühlt sich aber auch im Halbschatten wohl.

Pflanzzeit: März bis Anfangs Mai (September/Oktober ebenfalls möglich)
Abstand: 25 x 40 cm
Pflanztiefe: 8 – 15 cm

Bei sehr schweren Böden sollte vor dem Pflanzen Mist oder Kompost eingearbeitet werden.
Topinambur vermehrt sich stark über Ableger im Boden. Falls Sie keine Ausbreitung wünschen, empfiehlt es sich eine Wurzelsperre um die Pflanzung zu legen!
Pflege Auch bezüglich Pflege ist Topinambur anspruchslos und weitgehend resistent gegen alle Arten von Schädlingen.
Nach den ersten Frostnächten im Herbst sterben die überirdischen Pflanzenteile ab. Diese sollten dann irgendeinmal nach dem Absterben, aber vor dem Wiederaustrieb der Topinambur-Pflanzen (Mai) 5 – 10 cm über dem Boden abgeschnitten werden.
Im Frühling, wenn die neuen Triebe sprießen, sollte die Pflanzung von Unkraut befreit werden. Später wenn die Pflanzen grösser sind verdrängen die Unkräuter und benötigen keine weitere Pflege.

Schädlinge Helianthus tuberosus kann von echtem Mehltau befallen werden. Eine Bekämpfung ist jedoch in aller Regel nicht nötig.
Wühlmäuse und Maulwürfe mögen die schmackhaften Wurzelknollen und können manchmal erhebliche Schäden und Ernte-Einbußen verursachen.

Topinambur als Rohkost oder gekocht, ein ideales Nahrungsmittel - lecker und reich an wertvollen Nähr- und Ballaststoffen.
Die rohe Knolle schmeckt mild nussartig. Die Biss-Konsistenz erinnert an Karotten. Gekochte Topinamburen entwickeln einen leicht süßlichen Geschmack, ähnlich wie gekochte Karotten. Dieser süße Geschmack lässt sich verhindern, wenn schon während dem Kochen etwas Zitronensaft zugegeben wird. Das fertige Topinambur-Gemüse erinnert dann geschmacklich an Artischocken oder Schwarzwurzeln.