Temperaturen

Aspragus (Foto: Elisabeth)
Sonnenuntergang (Foto: )
Grüne Wanderung (Foto: Wilfried)
das ist sie, unsere Insel (Foto: Jutta)
ins Schwärmen kommen... (Foto: Guido)
Kräuterspaziergang Februar 2015 (Foto: Gisa)
Monte Corona mit Sahnehäubchen - von Gerhild (Foto: Gerhild)
Famara (Foto: Ralf)
Sukkulentenwald (Foto: Ralf)
Nach dem Regen (Foto: Rainer)
Lanzarote-Farben (Foto: Angelika)

Hóla, Ihr Verfrorenen, ja das Wetter. Generell eigentlich immer angenehm – auch bei Regen. Wann hat man schon mal Sturzbäche von biblischen Ausmaßen und kurz danach wird man von der Sonne getrocknet, als hätte die Episode vorher nicht stattgefunden?

Empfehlenswert sind die Kanaren ganzjährig. (Vor allem, wenn man wie ich grade 3 Wochen in Deutschland war und sich die Nase abgefroren hat!) Für Künstler und Photographen sind Herbst und Frühling interessant, wegen des effektvolleren Lichtes. Für Sonnenhungrige und Wärmeliebende natürlich Weihnachten bis Karneval. (Normalerweise!)
Denn in Mitteleuropa muss man überall die Heizung anwerfen, aber hier geht es auch ohne. Im Sommer kann es schon mal richtig heiß werden, da merkt man dann die Äquatornähe, aber nur wenn der Wind ausfällt, meistens ca. eine Woche. Der hat aber selten Pause und wir lieben ihn, denn siehe oben, durch ihn sind die Kanaren erst bewohnbar. Und durch die Passatwolken, die bringen auch mal Regen. Manchmal. 2008 öfter. 2009 weniger. 2010 gemischt, ein Bilderbuch-Herbst, perfektes Weihnachtswetter, dafür feucht-diesige Ostern 2011, wenig Regen im Juli-August.

2012? Kein Regen im Frühjahr, die Insel sieht staubig aus. Däfür war es reichlich kühl. Dreimal Calima - mindestens dazu ein heisser Sommer.

Passat: vermutlich entstanden aus "passade wind"- "Wind, der für die Überfahrt günstig ist". Heißt auch "tradewinds", "die Handelswinde" und bezeichnet jenen Wind, an dem man nach Amerika segeln kann.

Wenn Gewitter heftig sind, fühlt man sich ausgeliefert. Sie sind auch ganz anders, als aus D-land gewohnt: nicht in einer Richtung fetzt es, sondern ringsherum auf dem Wasser. Die Blitze verlaufen waagerecht - es ist ein Naturschauspiel, dass man nicht verpassen sollte - aber dann vielleicht lieber verpassen will.

Richtig unangenehm wird es zu Calima - Zeiten, Staubwolken aus der Sahara mit Hitzewellen. Dies Phänomen tritt ab und zu im Jahr auf, dauert ca. 1-2 Tage an. Die Kopfschmerzen bleiben länger. Solange die Sonne scheint, haben wir gleichbleibende 20-25° im Schatten. Es ist warm hier, aber nicht so grell sonnig, wie auf anderen Inseln. Perfektes Wanderwetter also.

Im Winter ist die Sonneneinstrahlung niedriger, aber im Sommer gibt´s mehr Wind. Wenn die Sonne Pause hat (nachts oder bei Wolken) muss das windfeste Outfit her. Inselklima heißt: es ändert sich alles schnell. Wasser kühlt schneller aus als Landmassen, Wasser erwärmt sich aber auch schneller. Solange es hier nicht aus Kübeln gießt, ist das Klima immer wunderbar mild.

Die heftigsten Winde wehen im Juni-Juli.

Baden ist am effektvollsten im Oktober und November. In Deutschland holen alle die Mützen und Handschuhe heraus und hier plant man das nächste Grillfest. Das Meer ist jahresmäßig gesehen zu dieser Zeit am wärmsten und die Strände leer, denn der Urlaub der Festlandspanier ist zu Ende. Sie belagern ihr "Sylt" ca. von Juli-September. Die Regenzeit ist im Dezember - März. Aber in den letzten Jahren konnten wir uns ja darauf nicht verlassen.