Passat-Wind

Aspragus (Foto: Elisabeth)
Sonnenuntergang (Foto: )
Grüne Wanderung (Foto: Wilfried)
das ist sie, unsere Insel (Foto: Jutta)
ins Schwärmen kommen... (Foto: Guido)
Kräuterspaziergang Februar 2015 (Foto: Gisa)
Monte Corona mit Sahnehäubchen - von Gerhild (Foto: Gerhild)
Famara (Foto: Ralf)
Sukkulentenwald (Foto: Ralf)
Nach dem Regen (Foto: Rainer)
Lanzarote-Farben (Foto: Angelika)

Manch einer findet ihn nervig, den konstanten kanarischen Wind aus Ostnordost mit Stärke 3, aber nur anfänglich. Wenn man erstmal begriffen hat, dass er alleine es möglich macht auf den Kanarischen Inseln so unbeschert das milde Klima zu genießen. Im Sommer fällt er mal aus, Windstille, das Thermometer klettert unbarmherzig weiter hoch, Die Hitze ist nur noch hinter dicken Mauern auszuhalten - 50° im Schatten ist normal, dann macht sich die geographische Lage bemerkbar: auf der Höhe der Sahara. Ohne unseren, Kühle und Regen bringenden, Passatwind wäre hier eine üde Wüstnei! Der Name kommt vom spanischen "pasar" - vorbeigehen, sich ereignen. Im Englischen wurde der Name ganz profan gefunden: trade winds - ihnen haben die Seefahrer und Handelsschiffer es zu verdanken, dass sie den Atlantik queren konnten.

Der Passatwind ist geschichtet: die Oberströmung ist durch die Sonneneinstrahlung wärmer und trockener als seine Unterströmung. Wenn diese Schichtung durch eine Bergwand gestört wird (Risco de Famara). Sie staut sich, der Aufwind läßt feuchte Luft kondensieren und es kommt zwischen 600 und 1700 Metern Höhe zur Wolkenbildung. Sieht in Haría meist sehr eindrucksvoll aus, wenn sich die Wolken  über den Risco rollen - erinnert an das Märchen mit dem Hirsebrei. Man muss sich zum Rest der Welt hindurchfuttern!

Im August kann er schon mal etwas ruppig werden - im Atlantik bilden sich schon mal Tornados über den Kapverdischen Inseln. Sie ziehen aber meist Richtung Antillen ab. Der Oktober überrascht ab und zu auch noch mit Stürmen. Wer davon unbehelligt segeln möchte, sollte den November und Dezember bevorzugen.