Lanzarote, die Erstgeborene - Vulkaninsel-Touren

Aspragus (Foto: Elisabeth)
Sonnenuntergang (Foto: )
Grüne Wanderung (Foto: Wilfried)
das ist sie, unsere Insel (Foto: Jutta)
ins Schwärmen kommen... (Foto: Guido)
Kräuterspaziergang Februar 2015 (Foto: Gisa)
Monte Corona mit Sahnehäubchen - von Gerhild (Foto: Gerhild)
Famara (Foto: Ralf)
Sukkulentenwald (Foto: Ralf)
Nach dem Regen (Foto: Rainer)
Lanzarote-Farben (Foto: Angelika)

Zeitgeschichtlich gesehen, vor 16 Millionen Jahren ungefähr, erhob sie sich aus dem Meer. Vielleicht bringt einen dieses Wissen um die Geschichte und Entstehung auf eine andere Sichtweise der uns dargebotenen grandiosen Natur.

1. Periode: Entstehung der alten Bergmassive.

Ausflugsziele: „Mirador del Río“, „Peñas del Chache“, der höchste älteste Punkt der Insel, Felsentreppe hinunter zur Playa an den Salinen, Fisch essen an der „Playa Quemada“

Das „Famara-Massiv“ im Norden stammt aus dieser Zeit und „Los Ajaches“ im Süden unserer Insel.

Dieses Basaltgestein hat im Laufe der Zeit die größte Umgestaltung erfahren durch Erosion. Das Meer „bearbeitete“ die Küste und Klippen entstanden: „Risco de Famara“, dazwischen Täler und von Wind und Regen rundgeschliffene Hügel. „Caliche“ nennt man die entstandene Kalziumkorbonat-Kruste.

Bei genauem Hinsehen erkennt man an den Kraterrändern den nagenden Zahn der Zeit – immerhin einige Millionen Jahre.

2. Periode: El Jable

Ausflugsziele: am Strand von Famara Wandern und den „Risco“ von unten bestaunen, im „LagoMar“ die Architektur und mal etwas teurer, aber ausgefallen speisen, Tahiche-Markt donnerstags.

Die zentrale Hochebene zieht sich in der Mitte der Insel von Sóo nach Arrecife. Aus dieser Zeit sind nur einige, meist hohe Krater erhalten, alle sehr stark erodiert.

Montaña Roja  bei Playa Blanca; Montaña Teneza und Pico del Cuchillo in der Nähe von Tinajo; Montaña Ubique und Guanapay bei Nazaret; La Isleta am Strand von La Santa.

3. Periode: La Gería

Ausflugsziele: Kaktusgarten, Weinprobe, die brodelnde Lavaküste „Los Hervideros“, Sonnenuntergang bei gebratener Fisch direkt am Strand von „El Golfo“.

Die Vulkane dieser Epoche reihen sich aneinander wie Kettenglieder. Von „Atalaya de Femés“ bis zu den „Kesseln von Guatiza“ durch das Weinland. Vereinzelt liegen einige im Umfeld, von Lavaströmen späterer Eruptionen umspült, daher kommt der Zusatz „Islotes“ - „kleines Eiland“.

4. Periode: Corona-Gruppe

Ausflugsziele: „Jameos del Agua“, „Cueva de Los Verdes”, fittierter Fisch auf der Graciosa.

Die Gipfel der nördlichen Hochebene Guatifay sind erst einige tausend Jahre alt. Die Lava floss zum östlichen Meer und es bildete sich der „Risco de Famara“, westlich bedeckte sie 50 qkm Land, das „Malpais de Corona“ war geboren und das 7 km lange Tunnelsystem, eines der längsten und interessantesten der Erde. Es beginnt am Fuße des „Coronas“ und endet im Meer. Innerhalb diese Systems existieren mindestens sechzehn Röhren, eine davon unter Wasser von anderthalb Kilometern, die als "Tunnel der Atlantis" bezeichnet wird.

“El Tabaibal” wird die besondere Pflanzenformation im Malpais genannt.

5. Periode: Timanfaya

Ausflugsziele Wanderung am „Pico Partido“(erkennt man an den zwei kleinen Parkbuchten an der Straße durch das „Malpais“), Geführte Wanderung vom Cabildo, Busfahrt durch die „Feuerbergen“, ein gegrilltes Steak vom Vulkan „Pico del Fuego“.

Im Gebiet des heutigen Nationalparks begannen am 1. September 1730 die Eruptionen und endeten am 16. April 1736, sechs Jahre später. Die Ausbrüche zerstörten 24 Gehöfte und ihre Ländereien, ca. 200 qkm Malpais blieb zurück, das „Mar de Lava“. Der Wind bedeckte eine unglaubliches Areal mit Asche. Die Bauern bemerkten bald, dass dieses Material ein reiner Segen war. Ihre Felder darunter trockneten kaum aus, die Erosion fand so gut wie nicht mehr statt. Der „Picon“ oder „Lapili“ wurde auf der gesamten Insel verteilt, größtenteils mit Kamelen.

6. Periode: Neue Vulkane von 1824

Die Erde bebte 12 Jahre lang, dann entstanden vom 31. Juli bis zum 24. Oktober über einem Bruch von dreizehn km Länge die drei letzten Vulkankegel:

Berg des Priesters Duarte , “Montaña de Chinero” und “Volcán Nuevo“, in seinem Kessel sieht man die „Teufelsschlünde“ (Simas del Diabolo).