Jameos del Agua

Fenster Mirador del Río (Foto: Jutta)
Privatphoto (Foto: von Rina)
Manrique-Haus in Haría (Foto: Gisela)
Mirador (Foto: Guido)
unterirdische Salzsee von Ralf
Jameos und der Pool von Ralf
Konzertsaal von Ralf
In diesem unterirdischen Salzsee leben endemische weiße blinde Minikrebse, deren Artverwandte sonst nur in 2.000 m Tiefe vorkommen. Bitte nicht füttern oder gar Münzen hineinwerfen! Dieser zierliche Albino-Rarität trägt den schönen Namen Munidopsis polymorpha.

1966 wurde der erste Teil von ihr eingeweiht, quasi "der Beginn" César Manriques Schaffen auf Lanzarote.

Meerwasser ist eingesickert und ein kleiner Salzsee hat sich gebildet. Den Gezeitenwechsel ist sichtbar, seine spiegelglatte Oberfläche macht es möglich. Während der Mittagsstunden erlebt ,an ein einzigartiges Schauspiel: Sonnenlicht fällt durch einen schmalen Spalt in der Deckenwölbung ein und trifft auf das kristallklare Wasser. Diese Öffnung entstand wahrscheinlich durch hohen Druck, der sich aufbaute, als das Meerwasser verdampfte. Der passende steinerne Pfropfen liegt jedenfalls oben auf der Decke, direkt neben dem Loch.

Der Zugang zu einer unterseeische Höhle von mehr als 1,5km Länge befindet sich am südlichen Ende. Unterwasser-Höhlenforscher konnten hier einen Weltrekord aufstellen.

1976 Beginn des Auditorium. Der Saal mit der grandiosen Akustik wurde 1987 der Öffentlichkeit übergeben. Jetzt ist er leider schon lange geschlossen. Aus der Decke hatten sich durch Resonanzschwingungen Felsbrocken gelöst. Eine europaweite Ausschreibung sollte Fachleute herbringen, die mit Ihrem Wissen Abhilfe schaffen sollten. Viel Geld wurde verbraucht , aber der Decke hat es nichts genutzt: durch eine "Einspritzung von Leichtbeton" in die Hohlräume sollte die Stabilität erhöht werden. Die Decke ist schwerer geworden - sicherer nicht. Keine Versicherung wird wohl mehr bereit sein die Verantwortung zu übernehmen, damit bleiben die Konzerte Wunschdenken. (Doch in der Cueva de Los Verdes wird ab und zu musiziert) Die Casa de los Volcanes (Vulkan-Museum) ist wirklich informativ und sehenswert.

Manrique: "Wir mussten unsere Umgebung beobachten uns aus ihr lernen, um schöpferisch tätig zu werden, ohne von irgendeiner vorgefassten Idee auszugehen. Darin ist der wesentliche Grund zu sehen, der die Persönlichkeit von Lanzarote gestärkt hat. Wir kopierten niemanden – mögen andere uns zum Vorbild nehmen; Lanzarote bietet dies Alternative."

Täglich 10 – 17:45 h, 15.07. bis 15.09. 10 – 18:30 h,  an der Straße Haría - Órzola. Restaurant: Sa. 19:30 - 2 h, Sa. mit Volksmusik ca. 23 h (abends angemessene Kleidung erwünscht) . Eintritt  8€, 4 € für Residenten.