Haría, der ruhige Norden

Aspragus (Foto: Elisabeth)
Sonnenuntergang (Foto: )
Grüne Wanderung (Foto: Wilfried)
das ist sie, unsere Insel (Foto: Jutta)
ins Schwärmen kommen... (Foto: Guido)
Kräuterspaziergang Februar 2015 (Foto: Gisa)
Monte Corona mit Sahnehäubchen - von Gerhild (Foto: Gerhild)
Famara (Foto: Ralf)
Sukkulentenwald (Foto: Ralf)
Nach dem Regen (Foto: Rainer)
Lanzarote-Farben (Foto: Angelika)
Wanderweg hoch zum Mirador
Tabayesco
Kapelle von Jutta
Haría von Ralf
Im Februar Wildblumenwiesen von Gisa
Natternkopf und Rutenstrauch von Gisa
Wanderweg hoch zum Mirador

Haría ist die nördlichste von sieben Regierungsbezirken (Establecimientos Asociados en la Isla): Teguise, Tinajo, Arrecife, San Bartolomé, Tias und Yaiza. Nach Stand 2011 leben z.Z. ca. 5.000 Einwohner in dieser Gemeinde, verteilt auf neun Ortschaften: Arrieta, Máguez, Mala, Tabayesco, Charco de Palo, Punta Mujeres, Órzola, Yé und Guinate.

Von unseren Ferienwohnungen zu Fuss leicht zu erreichen: Sehenswert ist der Kunsthandwerkermarkt (Mercado de Artesanía), jeden Samstag 10 -14:30 h; dort wird nur auf der Insel gefertigtes Kunsthandwerk angeboten, traditionell bis modern, außerdem gibt es frische Produkte, wie Käse, Süßes, Brot, Obst und Gemüse vom Biogärtner.  Um dort eine Verkaufsplatzplatz zu bekommen, muss man vor dem Rat der Stadt erscheinen. Gewissenhaft wird geprüft, ob die angebotenen Waren oder Kunstwerke wirklich auf der Insel gefertigt werden. Die Warteliste ist lang! Dafür aber der Stand umsonst.

"Haría Artesanal" findet statt im Zentrum des Ortes, auf der "Plaza de la constitución", an der Kirche Iglesia de Ntra. Sra. De la Encarnacíon; im kühlen Inneren wird man mit einem Bildnis der Jungfrau des Künstlers Luján Pérez belohnt. Daran angeschlossen ist das Museum für religiöse Kunst, die neue Heimstatt für die religiösen Antiquitäten aus der alten Kapelle der Inkarnation, die bei einem Unwetter 1956 zerstört wurde. museodeartesacrodeharia@yahoo.es, Mo. - Sa., 9 -15:00 h. Auf der Plaza kann man unter großen Schatten spendenden Bäumen eine Erfrischung genießen, aber bitte nicht im Restaurant „Dos Hermanos“, die Tassen kommen in den beiden Cafés, direkt daneben, wesentlicher freundlicher daher.

Etwas weiter Richtung Westen zum Risco, am Rathaus (Ayuntamiento) und Aljibe (Wassertank mit Galerie) vorbei spazieren. Links, direkt am Rathaus, die öffentliche Bibliothek; dort ist ein HOT SPOT; kostenlos oder gegen geringe Gebühr. Nochmals ca. 30m weiter,  vorbei an der gutbestückten ferretería (Eisenwarenhandlung) mit der freundlichen, kompetenten Silvie, sieht man linker Hand die Markthallen, Mercado de Abastos, Calle Barranco, Mo-Sa. 9 – 15 h. Frischer Fisch ( der ist aber meist schon um 11 h ausverkauft!) und eine unterschiedliche Auswahl von Meeresfrüchten, Fleisch, Obst und Gemüse und sogar einem Imbiss. Der Bioladen bleibt Mo. Geschlossen. Direkt links daneben Werkstatt + Shop, Calle Barranco, 10 – 13 h + 16 – 19 h. Dort in den Gemeinde-Räumen haben ortsansässige Künstler die Möglichkeit zu arbeiten: mit Ton, Schilfgras (Cana), Palmblättern, Leder und Silber; traditionelle Puppen und Häkeldecken fehlen nicht.

Wenn man jetzt weiter läuft – immer der Nase nach Richtung Meer den anfangs seichten Berg hinauf, geht es durch enge Gassen, manchmal sind es auch Einbahnstraßen, die bei Regengüssen auch zu Wildwasserschneisen werden können. César Manrique hat unseren schönen Ort mit den 10.000 Palmen zu seinem Alterssitz erkoren – nicht nur wegen des angenehmeren Klimas im Sommer, sondern weil er seine Ruhe habe wollte. (siehe Museen) In seinem Haus in Tahiche war es wegen seines Bekanntheitsgrades nicht mehr länger möglich. Der verstärkte Lärm, der inzwischen häufiger landenden Flugzeuge, taten den Rest.

Man wandert durch Felder, je nach Jahreszeit, mit Kartoffeln, Zwiebeln, Süßkartoffeln, Linsen, Paprika, Auberginen, Bohnen, Rosmarin, Koriander, Avocados oder Papaya. Belohnt wird man für den halbstündigen mit einem sensationellen Blick auf die Bucht von Famara. An nicht ganz so windigen Abenden erlebt man hier den romantischten Sonnenuntergang der Insel – oder man fliegt weg! Winddichte Jacke nicht vergessen.

Arrieta: Badestrand mit Wärtern und Strandduschen! Das Imbiss-Lokal direkt am Strand ist zu empfehlen, etwas weiter Richtung Mala sitzt man im Restaurant "Casa de la Playa" besonderes windgeschützt dirkt am Wasser, ebenso im "Pespuito" der beiden temperamentvollen Südamerikanerinnen am anderen Ende des Ortes (Mo. Ruhetag); dort gibt es nicht nur gutes Essen, sondern auch mein Hund darf draußen unterm Tisch liegen - das ist normalerweise verboten! Eine herrliche Terrasse hat das "Amanecer" direkt am aufgemalten Kreisverkehr (Do. Ruhetag).

Die Küste hoch Richtung Órzola kann man noch eine idyllische einsame Badebucht mit weißem Sand zwischen Lavabrocken ergattern und - außerhalb der Ferienzeit - auch behalten. Fisch essen sollte man tunlichst nur nach gewissenhaftem Studium der Preiseliste!, der Ort ist leider zu einem Touri-Nepp verkommen. Besser zur vorgelagerten Insel La Graciosa hinüberwechseln.

Die Autos dürfen die Atlantikfahrt nicht mit erleben – auf der Insel kann der nicht wandernde Gast Fahrräder oder Taxis und Führer mieten. Fähren fahren täglich.

Zu den anderen Inseln des "Archipiélago Chinijo" gibt es Verbindungen, aber keine regelmäßigen, häufig nur nach Anmeldung.

Zur Alegranza gibt es Tagestouren einmal in der Woche, zur Montaña Clara z.Z. nur auf Antrag, sie steht komplett unter Schutz und wird von WWF bewacht.

Máguez: Sta. Barbara, Altar von Manrique, geöffnet vor und während der Messe; Sonntags 12:30 - 13:30. Ausgangspunkt für eine andere Risco-Wanderung.

Tabayesco: Passatwolken bestaunen, vom Meer aus am Besten.

Mala : Charco de Palo, FKK, Salinen, Kaktusgarten

Punta Mujeres: auf dem Weg zum "Jameos del Aqua" und der "Cueva de Los Verdes" Tapas im "Piscina" genießen. Beim Meeres-Schwimmbad, an der Felsenküste ins Meer gebaut.

: nördliches Weingebiet, Corona,

Guinate, Richtung "Mirador del Río" gibt es eine Treppe zum Badestrand am Fuße des Riscos, nur für Geübte. Hinunter geht es am sichersten, um unten wirklich mal einsam zu Baden, nur über eine in den Fels gebaute und gehauene Treppenanlage. Ausdauer für eine Stunde und keine Höhenangst wären gut. (Ausgeschildert, vor Kurzem jedenfalls noch, auf der Straße  zwischen Yé und Guinate.) Am Strand, bzw. Riff vorbei nach Famara zu laufen empfiehlt sich gar nicht, denn ein Teil des Weges verschwindet bei Flut im Wasser – der Wanderer auch. "Erleb-bar" bitte nur mit erfahrenem Führer.

www.ayuntamientodeharia.com + www.juventudharia.com