Granatapfel

Königin der Nacht (Foto: Gisela)
Bitumenklee (Foto: Gisela)
und ich wachse doch (Foto: Gisela)
Trockene Schönheit (Foto: Wilfried)
Giftig (Foto: Wilfried)
Feldblume (Foto: Jutta)
Erbse (Foto: Jutta)
Geranium (Foto: Jutta)
Indischer Flieder (Foto: Gisela)
sonnig (Foto: Heike)
Convolvulus althaeoides ssp. althaeoides  (Foto: Gisa)
Crinum sp. "River Lily" ? (Foto: Gisa)
Rutenkraut (Foto: Gisa)

Der Granatapfel oder Grenadine (Punica granatum) wird der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) zugerechnet. Die Heimat des Granatapfels liegt in West- bis Mittelasien; heute wird er unter anderem im Mittelmeerraum angebaut. Die Bezeichnung des Granatapfels ist in vielen Sprachen auf das lateinische Wort für Kerne oder Körner, granae, bzw auf deren große Zahl (lat. granatus = körnig, kernreich) zurückzuführen. Den lateinischen Namen Punica bekam ervon den Römern, da die Phönizier (auch Punier genannt) diese Pflanze, zum Teil aus religiösen Gründen, verbreiteten.

Verbreitung Das Verbreitungsgebiet des Granatapfels liegt im westlichen bis mittleren Asien. In Indien wird der Granatapfel auch als Gewürz angebaut. Aber auch in Fernost-Asien tritt der Granatapfel auf. In Indonesien ist er bekannt als delima. Einige Selektionen des Granatapfels können auch in wintermilden Regionen Mitteleuropas ausgepflanzt werden.Im Zuge des spanischen Kolonialismus gelangte der Granatapfel auch in die Karibik und nach Lateinamerika.

Beschreibung: Habitus und Blätter Der Granatapfel wächst als sommergrüner kleiner Baum und wird oft als Strauch kultiviert; er erreicht Wuchshöhen bis zu fünf Metern, wird bis zu drei Meter breit und kann einige hundert Jahre alt werden. Die Rinde ist rotbraun bis grau. Die jungen Zweige sind oft vierkantig. Die Blattstiele sind zwei bis zehn Millimeter lang. Seine überwiegend gegenständigen, glänzenden, ledrigen Laubblätter sind etwa zwei bis zehn Zentimeter lang (je nach Sorte) und ein bis zwei Zentimeter breit. Nebenblätter fehlen.

Blüten: Im Frühjahr und Sommer trägt er an den Zweigenden große, urnen- bis glockenförmige Blüten.

Frucht: Die von der Form apfelähnliche, anfangs grüne, später orangerote Frucht, ist als Grenzfall einer Beere anzusehen, da das Fruchtfleisch nicht fleischig ist, allerdings auch nicht verholzt. Sie ist bis zu etwa zehn Zentimetern dick und ist durchzogen von vielen Wänden. Dadurch entstehen Kammern, in denen sich zahllose bis zu 15 Millimeter große kantige Samen befinden, die jeweils umgeben sind von einem glasigen, saftig-prallen, tiefrot bis blassrosa gefärbten Samenmantel, der auf Druck leicht zerplatzt. Insgesamt sind etwa 400 Samen in der Frucht enthalten. Die Früchte reifen nach der Ernte nicht nach.

Die fleischig ummantelten Samen kann man entweder mit den Fingern oder mit der Hilfe eines Löffels gut herauslösen. Eine weitere Methode zum Herauslösen der Samen: Frucht horizontal halbieren, die Schale an den dünnen Häutchen einritzen und die Frucht sternförmig zerbrechen. Ferner ist es möglich, die Kerne herauszulösen, indem man eine Schüssel mit Wasser füllt, den Strunk abschneidet und den Granatapfel in der Schüssel aufbricht. Die essbaren Kerne werden zu Boden sinken, während die Schale und die weißen Häutchen auf dem Wasser schwimmen und leicht zu separieren sind. Außerdem lassen sich die Kerne durch Schlagen auf die Außenschale der halbierten Frucht (etwa mit einem Holzlöffel) lösen; hierzu bietet es sich an, die Granatapfelhälften mit der Schnittkante nach unten in eine kleine Schüssel o.ä. zu legen, damit die Kerne herausfallen können. Auspressen wie eine Zitrone um nur den Saft zu geniessen.

Nutzung Die Früchte werden in den Monaten September bis Dezember geerntet. Schale und Saft des Granatapfels sind seit Jahrhunderten Farbstoffe für Orientteppiche. Durch das Kochen der Frucht erhält man eine pechschwarzeTinte. Die Fruchtschale des Granatapfels wurde in Indien zum Färben von Wolle in Gelb- und Schwarztönen verwendet. Mit einem Extrakt aus der Wurzel des Granatapfelbaumes können mit Hilfe einer Eisenbeize tief dunkelblaue Farbtöne erzeugt werden.