Goji-Beeren - Gemeiner Bocksdorn

Königin der Nacht (Foto: Gisela)
Bitumenklee (Foto: Gisela)
und ich wachse doch (Foto: Gisela)
Trockene Schönheit (Foto: Wilfried)
Giftig (Foto: Wilfried)
Feldblume (Foto: Jutta)
Erbse (Foto: Jutta)
Geranium (Foto: Jutta)
Indischer Flieder (Foto: Gisela)
sonnig (Foto: Heike)
Convolvulus althaeoides ssp. althaeoides  (Foto: Gisa)
Crinum sp. "River Lily" ? (Foto: Gisa)
Rutenkraut (Foto: Gisa)
Goji-Beere
Bocksdorn wird auch als Strauch zur Dammbepflanzung als Erosionsschutz genutzt.

Der Gemeine Bocksdorn (Lycium barbarum, synonym: L. halimifolium) ist ein Nachtschattengewächs (Solanaceae) aus der Gattung  der Bocksdorne (Lycium). Die Pflanze ist ein Neophyt und wird auch Gemeiner Teufelszwirn, nur Teufelszwirn, Hexenzwirn  oder Chinesische Wolfsbeere genannt. Im englischsprachigen Raum heißt sie Goji oder Wolfberry. Sie wird als Zierpflanze verwendet und ist Bestandteil der chinesischen Küche und der traditionellen chinesischen Medizin.

Beschreibung:

Der Gemeine Bocksdorn ist ein sommergrüner  Strauch, der zwei bis vier Meter hoch werden kann. Seine rutenförmigen, meist stachligen Äste hängen bogenartig herab und tragen längliche, lanzettförmige lange, ganzrandige, graugrüne Blätter, die 2 bis 3 cm breit und 3 bis 10 cm lang werden und einzeln oder gegenständig am Ast sitzen. Die Blütezeit des Gemeinen Bocksdorns ist von Juni bis August und teils bis September. Der Blütenstand enthält eine oder mehrere fünfzählige, zwittrige Blüten, die jeweils auf einem 1 bis 2 cm langen Stiel sitzen. Der Kelch ist 4 bis 5 mm im Durchmesser, glockenförmig und zweilappig. Die Blütenkrone  ist violett und trichterförmig, mit 5 bis 6 mm langen, sich spreizenden Blütenblättern, die am Rand fast unbehaart sind. Der Kelch hat eine Länge von 8 bis 10 Millimetern, die Staubgefäße und Griffel stehen daraus leicht hervor. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung. Die leuchtend roten oder orange-gelben, länglichen bis eiförmigen, 0.4 bis 2 mm breiten und 5 bis 12 mm langen Früchte reifen von „August bis Oktober“(Ich habe letztlich im Januar eine vom Strauch gepflückt) und verbreiten ihre Samen mithilfe der Tiere, von denen sie gefressen werden. Jede einzelne Frucht enthält 4 bis 20 braun-gelbe runde Samen mit einem Durchmesser von etwa 2 mm. Am Standort verbreitet sich Bocksdorn durch Wurzeln und wird deshalb durch Rhizomsperren begrenzt. Als weitere Verbreitungsmöglichkeit sind Ableger von herabhängenden Zweigen und die Aussaat von Samen bekannt.

Verwendung:

Bocksdorn wird in China zum Kochen und in der Naturheilkunde verwendet. Im Sommer und Herbst werden die Früchte geerntet und in der Sonne getrocknet. Die Früchte werden gekocht oder, wenn es süße sind, auch roh gegessen; einige Varianten sind sehr sauer. Blätter von Jungpflanzen werden auch als Blattgemüse verwendet. In Europa wird der Fruchtsaft von einigen Herstellern angeboten.

Konservierung:

Die Beeren können eingefroren oder in getrocknetem Zustand aufbewahrt werden.

Medizin:

Die Goji-Beere ist gesund, doch kein Allheilmittel, wie es die Werbung so phantasievoll verspricht.

Einige wissenschaftliche Prüfungen laufen noch:

  • Extrakte aus gemeinem Bocksdorn schützen vor Zerstörung des optischen Nervs, wenn ein Glaukom vorliegt.
  • Polysacharide aus der Pflanze haben immunmodulierende Wirkung.
  • Wässrige Extrakte aus gemeinem Bocksdorn enthalten Antioxidanten.

Traditionell nehmen die Chinesen getrocknete Bocksdornbeeren gegen hohen Blutdruck und Blutzucker, bei Augenproblemen, zur Unterstützung des Immunsystems und zur Vorbeugung und Behandlung von Krebs. Als Einzeldosierung werden 6 bis 15 Gramm der getrockneten Beeren als Absud, in Wein oder als Tinktur verabreicht.

Bei Mangel an Yin in Leber und Nieren gibt es für sie in der TCM folgende Indikationen: Benommenheit, Diabetes, Anämie, Erkältungen, Erschöpfung, Impotenz, Müdigkeit, vorzeitiges Altern, Nachtschweiß, Potenzstörungen, Schwäche in Rücken und Knien, Schwindel, Tinnitus und Sehschwäche, Überanstrengung und Unfruchtbarkeit.

Die Frucht kann Allergien auslösen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten (z.B. Marcumar), die zur Blutverdünnung verwendet werden, wird die blutverdünnende Wirkung verstärkt. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Blutungen.