Galgant, echter

Königin der Nacht (Foto: Gisela)
Bitumenklee (Foto: Gisela)
und ich wachse doch (Foto: Gisela)
Trockene Schönheit (Foto: Wilfried)
Giftig (Foto: Wilfried)
Feldblume (Foto: Jutta)
Erbse (Foto: Jutta)
Geranium (Foto: Jutta)
Indischer Flieder (Foto: Gisela)
sonnig (Foto: Heike)
Convolvulus althaeoides ssp. althaeoides  (Foto: Gisa)
Crinum sp. "River Lily" ? (Foto: Gisa)
Rutenkraut (Foto: Gisa)

Der Echte Galgant (Alpinia officinarum), auch Galgantwurzel, Kleiner Galgant, Galgant oder Siam-Galgant genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) gehört. Er wird als Gewürz- und Heilpflanze verwendet.

Verbreitung: Er ist auf Hainan ( China ) heimisch und wird dort sowie in Thailand und ganz Südostasien angebaut.

Beschreibung: Der Echte Galgant ist eine ausdauernde  krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1,50 Meter erreicht. Es werden schlank-zylindrische, horizontal auswachsende Rhizome als Überdauerungsorgane gebildet. Die ganzrandigen Laubblätter sind ungestielt; sie werden 20 bis 30 cm lang und 1 bis 2,5 cm breit.

Nutzung: Das bis zu einem Meter lange Rhizom wird als Speisegewürz verwendet. Es riecht würzig und schmeckt bitter aromatisch sowie schwach brennend, erinnert etwas an Ingwer. Galgant ist Bestandteil von Gewürzmischungen (zum Beispiel Curry oder Leberwurstgewürz) und wird auch bei der Herstellung von Kräuterlikören geschätzt.

Die Heilkunde verwendet das im Rhizom vorhandene ätherische Öl. Neben der Anregung der Verdauung wirken die Inhaltsstoffe krampflösend sowie bakterien- und entzündungshemmend. Dadurch bietet sich eine Verwendung bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl sowie bei leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich an.

Neben fungiziden Wirkungen konnten tumorhemmende Effekte des Galgant nachgewiesen werden. Nebenwirkungen und Kontraindikationen sind nicht bekannt.

Anbau : in Europa wegen fehlender klimatischer Voraussetzungen nicht möglich.
Vermehrung : durch Wurzelteilung.
Im tropischen Ländern : trockener Waldboden ist Voraussetzung; weil die Wurzeln den Boden stark beanspruchen, muß gedüngt und der Standort häufig gewechselt werden.
Ernte: Nach 9 bis 10 Monaten werden die Wurzeln ausgegraben und in 5 - 10 cm lange Stücke geschnitten.
Aufbewahrung: Die Wurzeln werden gewaschen und getrocknet, dabei nehmen sie eine intensive Braunfärbung an.
Die Wurzelstücke oder das Pulver sollten luftdicht verschlossen dunkel aufbewahrt werden, denn gemahlen verliert das Pulver schnell an Aroma.