Endemische Pflanzen

Königin der Nacht (Foto: Gisela)
Bitumenklee (Foto: Gisela)
und ich wachse doch (Foto: Gisela)
Trockene Schönheit (Foto: Wilfried)
Giftig (Foto: Wilfried)
Feldblume (Foto: Jutta)
Erbse (Foto: Jutta)
Geranium (Foto: Jutta)
Indischer Flieder (Foto: Gisela)
sonnig (Foto: Heike)
Convolvulus althaeoides ssp. althaeoides  (Foto: Gisa)
Crinum sp. "River Lily" ? (Foto: Gisa)
Rutenkraut (Foto: Gisa)

Aeonium canariensis - Kanarisches Sempervivum blüt weiß-gelblich von April bis Juni.

Aeonium tabuliforme - Rosetten mit 100-200 Blättern.

Aeonium urbicum - Dachwurz

Canarina canariensis - Kanarische Glockenblume mit 5 cm langem goldroten Blütenkelch. Die Kanarische Nationalblume "Bicácaro" ist leider nicht auf Lanzarotr heimisch.

Centaurea canariensis - Kornblume

Sprossende Zwergginster (Chamaecytisus proliferus)??

 

Dracaena draco – Der Kanarische Drachenbaum ist der bekannteste und wahrscheinlich der eindrucksvollste Vertreter dieser Gattung der Spargelgewächse, er kann eine Höhe von 20 m erreichen. Das Exemplar auf Teneriffa (Icod) soll 2500 bis 3000 Jahre alt sein. Da ihm Jahresringe fehlen, wird sein Alter anhand der Gabelungen geschätzt, auf Grund dessen ergibt sich eher ein Alter von 400 Jahre – das ist ja auch schon was!

Verehrt wurde er als heiliger Baum, dessen „Drachenblut“ („draco“ bedeutet Drache), eine harzige farblose Ausscheidung nach Verletzungen, sich an der Luft dunkelrot wie Blut verfärbt.

Er spielte in der Heilkunst bei Verletzungen und Knochenbrüchen eine große Rolle und diente auch zur Mumifizierung ihrer Toten.

Noch im 19. Jhdt. wurde das Sekret als Zusatz in Zahncremes benutzt, auch als Tinte.  In Lacken sorgte es für die typische rotbraune Färbung der Fensterrahmen und Balkone.

Da die Ernte durch Zapfen (wie bei Kautschuk) mühsam war, wurden die Bäume meist ganz umgeschlagen. Das führte dazu, dass dieser Charakterbaum der Kanaren inzwischen arg gefährdet und auf der roten Liste der IUCN gelandet ist.

 

Echium bonnetii Coincy - Bonnets Natternkopf - Lanzarote Endemit. Viborina, lengua de vaca (Kuhzunge)

Euphorbia balsamifera und Euphorbia obtussifolia

Euphorbia canariensis - Cordón - Säuleneuphorbie blüt klein und rötlich an den Triebspitzen von April bis Juli; daraus werden rötliche dreieckige Samenkapseln mit drei Samenkörnern. Fünfeckige, kandelaberartige bis zu 2m hohe Säulen, die wie alle Wolfsmilchgewächse einen weißen giftigen Saft an Bruchstellen absondern. Die Kanten sind mit paarigen Dornen bestückt.(Monster bei Ulli)

Euphorbia regis-jubae - Tabaiba. gifter Milchsaft., wächst überall auf der Insel.

 

Phoenix canariensis - Kanarische Dattelpalme, eine der schönsten Palmen der Welt mit großen geschwungenen Fiederblättern und leuchtend goldorangen Blütenständen. Die Früchte können von Tieren verzehrt werden - tun sie aber ungern. Da diese Palme endemisch ist, verstehe ich den Nationalstolz; um die Sortenreinheit zu erhalten werden darum auch keine anderen Dattel-Palmen verkauft. Doch auf solch einer trockenen Insel ein Gewächs zu pflanzen, dass keine Früchte bringt, kann ich nur schwer nachvollziehen.

Pinus canariensis - Kanarische Kiefer. Dieser wichtigster Nadelbaum wächst in den ersten fünf Jahren nur sehr langsam; das wohl ist der Grund warum er auf Lanzarote schwer wieder anzusiedeln ist. Im "Wäldchen" bei der Kapelle "Las Nieves" am Picknickplatz hat es einen Versuch der Neu-Anpflanzung gegeben, nachdem der Wirbelwind vor wenigen Jahren die einzigen Bäume dieser Insel hinweggefegt hatte. Wenn sie die Chance hätte, über die "Kaninchen-gefährlichen-Höhe" hinauszuwachsen, dann wäre ihr Wachstum rasch und mehrere hundert Jahre lang.

Das harte, zähe und harzreiche Kernholz (Teaholz) wird bevorzugt für Balkone und Kirchendecken verwendet. Die Nadeln dienen als Verpackungsmaterial für Bananenstauden.

Bis ins 15. Jhdt. waren, nach Chronistenberichten zufolge, die Kanaren mit prachtvollen Kiefernwäldern bedeckt (Ausnahme Fuertevenrura und Lanzarote), von denen heute nur noch klägliche Reste übrig sind. Die Eroberer raubten das Holz für Schiffe, Weinfässer, Verbrennung bei der Zucker-, Harz- und Pechgewinnung. Um Wiederaufforstung  sind die Kanaren bemüht, denn sie sind in der Lage die Wolken zu "melken": an den Nadeln kondensiert Wasser, tropft als Niederschlag ab und schenkt der Insel bis zu 1.500 Liter des lebenspendenden Nass. Das funktioniert allerdings nur in Höhenlagen von 1000-2000 m - Lanzarote ist leider zu niedrig!

Kleinia neriifolia (verode, verol) - Senecio kleinia - Oleanderblättrige Kleinie - Affenpalme wächst überall, leicht mit der Tabaiba zu verwechseln.

Plocama pendula - Valo ?

Spartocytisus nubigenus - Retama - Escobón wahrscheinlich nur auf den Regeninseln.

Lavatera acerifolia, endemischer wilder Hibiskus mit ganz zartrosa Blüten, die Mitte ist violett.

Laurus azorica - Lorbeerbaum. Das Küchengewürz wird leider nur auf den regenreichen Inseln an die 20m hoch, hier gibt es ihn nur in Privatgärten.

Tamarix canariensis - Kanarische Tamariske - Salzzeder blüht grau-rosa im Frühjahr und Sommer, Samenstände fallen durch wollige Fädchen auf. - (Zufahrt Ulli)

Withania aristata (Orobal) - Bobo - Das Nachtschattengewächs ist eine Plage. Als falscher Tabak eingeschleppt ist er weit verbreitet und quillt aus allen Ritzen. Unverwüstlich verzweigt er sich an der Schnittstelle und die Wurzelmasse verdoppelt sich. Die gelben Blüten hat man früher den Babys als Schnuller gegeben - klar, dass der süße Saft gern genuckelt wurde und das enthaltene Nikotin schläferte die Säuglinge sanft ein.

Die enthaltenen Wirkstoffe lindern Schmerzen, helfen bei Knochenbrüchen und heilen Wunden. Mit einem Tee wird das Euter der Ziegen bei Reizungen gewaschen. Genutzt wird die gesamte Pflanze.

(Diese Liste kann unvollständig sein! Bitte Nachsicht, sie ist in Bearbeitung. Für Hinweise bin ich dankbar.)