Arrieta

Kleiner. aber feiner Sandstrand
Auch hier am Strand hatte César die Hände im Spiel
Boote von Jutta
Anglersteg von Ralf
Kleiner. aber feiner Sandstrand

Ein Fischerdörfchen mit dem schönsten Sandstrand der Insel. Naja, es gibt noch den windigen in Famara, natürlich die beeindruckenden Papageien-Strände und die auf der Graciosa, aber unser immerhin 800m langer heller „Playa de la Garita“ hat keine mietbaren Liegen mit Sonnenschirmchen, auf denen man sich vorkommt wie im Parkhaus; bei uns gilt das Badehandtuch noch was! Dagegen haben wir noch unsere Ruhe, Duschen und eine Toilette.

Der Koch in der Strandbar zaubert köstlich preiswerte Kleinigkeiten in seiner winzigen Küche; sein „Pollo con Pimiento“ hat noch jeden überzeugt. Felíz serviert dazu gutgelaunt Bier im tiefgekühlten Glas. Für den großen Hunger bevorratet das Strandrestaurant „Casa de la Playa“ frischen Fisch.

Ähnlich gut speist man links neben dem „Auto-Servicio“ (das ist der Tante Emma-Laden – nicht die Autowerkstatt!) im „Amanecer“ (Morgendämmerung) auf der Terrasse. Wieder etwas weiter nach links Richtung Mole läuft man ein einigen Fischlokalen vorbei, eins davon hat auch noch eine Terrasse, dort gibt es Samstags traditionelle Life-Musik, (besser als im Jameos del Agua) Timbeln, Gitarren und Kehlen lassen den frittierten (!) Fisch munden.

Noch ein wenig weiter erspäht der hungrige Gast ein Café linkerhand, die Croissants sind morgens die besten der Insel – aber Achtung beim Eintüten! Manchmal werden die prallen Exemplare erbarmungslos zu zweit in die kleinste verfügbare Tüte gequetscht.

Durch die kleine Gasse schräg gegenüber rechts zur Mole und zum „Blauen Haus“ hinunter stehen in der Ecke mit dem wenigsten Wind und den letzten Sonnenstrahlen des Tages einige Plastiktische draußen. Winston ist der Eigentümer und gibt ecuadorianische Spezialitäten zum Besten.

Am Ortsausgang findet sich noch ein Jugendstil-Juwel Villa Casa Juanita. Leider kann man es nicht innen besichtigen - keine Idee findet sich dieses Kleinod nutzbar zu machen. Ein nach Südamerika ausgewanderter Lanzaroteño hat seiner an TBC erkrankter Tochter dieses Haus erbaut, zur Gesundung in heimischen Gefilden. Auf der Überfahrt hierher soll sie schon verstorben sein. Das Haus stand jahrzehntelang leer, bis 1995 nach einer Renovierung dort ein Afrikanisches Museum eröffnet, aber kurze Zeit später schon wieder geschlossen wurde. Eine Zeitlang konnte man das rotblaue Haus mieten für Fiestas.