Mojos - geliebte kanarische Saucen

20 Juni, 2016 - 15:08 -- gisela
So gut wie jedes Restaurant hat löblicherweise noch eine eigene Kreation
Zubereitung: 

Sprich: mojo <mócho> rojo <rócho>, gradezu überlebenswichtig.

Rote Variante: frische und getrocknete rote Paprikaschote und Chilischoten, Knoblauch, Meersalz, Prise Zucker, milder Essig oder Zitronensaft, falls nötig Chili- oder Paprikapulver; der Genießer hüte sich vor der abscheulichen Neuerung: Geräucherter Paprika! = Pimiento áhumado.

Das Ganze pürrieren, würzen mit Kreuzkümmel und portionsweise Olivenöl unterRÜHREN. Ein Mixstab macht daraus eine unansehnliche Masse.

Grüne Variante: sehr viel frischer Koriander (es gibt Menschen, die sich mit dem kulinarischen Highlight einfach nicht anfreunden wollen, darum auch in fast allen Touristenmojos:alternativ Petersilie, wenn es sein muss Staudensellerie (grüne Paprika oder/und Avocado kommt auch gut!), grüne Chilischote, Knoblauch, Meersalz, Prise Zucker, milder Essig oder Zitronensaft. Verarbeiten wie oben.

Weiße Variante: Sie wurde wohl für die Touristen erfunden. Aber egal - auch diese mojo ist den kanarischen papas arrugadas willkommen.

Mein Vorschlag zu Aioli: Mayonaise 1:1 mit Joghurt oder Quark mischen, viel Knoblauch, Meersalz, eine Prise Zucker, Limonensaft und -schale, Pfeffer oder Chili verrühren.

Mal mit Senf, Basilikum, grünem Pfeffer, Meerrettich, Avocado, Kapern, gehackten Oliven, Gürkchen, getrockneten Tomaten oder Nüssen, geriebenem Käse, zerdrückter Banane oder oder .

Verwöhnen kann man sich also oft und nach Gusto.

Kreuzkümmel ist traditionell nur in einer der drei Mojos - schade.

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