Kaktusfeigengelee

17 Februar, 2012 - 19:11 -- gisela
Zubereitung: 

Zubereitung: Mann geht aufs campo und erntet die Früchte im Januar oder Februar mit der Grillzange und ansonsten auch vooorsichtig! Sicherheitshalber im Mörtelkübel - der ist groß genug für den sicheren Abstand zu den Stacheln. Teilweise 2-4 cm lang, wie Stopfnadeln, nur spitzer und gefährlicher. Dann kippe man die purpurfarbenen Früchte auf einen Quadratmeter offene Lanzaroteerde und bewaffnet mit einem Besen "kehre" man die feinen Stacheln ab - möglichst lang und sorgfältig - desto weniger müssen hinterher tage- oder wochenlang herauseitern. Dann, mit dicken Gummihandschuhen ausgestattet geht es ans Schälen der Feigen: Kappe ab, Fruchtansatz ab, der Länge nach aufschlitzen und die Haut abziehen, wenn sie ganz reif sind, ist sie papierdünn, wie bei Tomaten, ansonsten ca. 5 mm. Die Kerne und Fruchtfleisch liegen nun frei. Roh ist sie schon eine Kostprobe wert. Dieses Jahr war die Ausbeute 4 l Früchte im Topf. Nach dem Kochen und Entsaften waren noch 2.750 g übrig. Ergänzt mit 2 kg Zucker, frischem gehackten Ingwer, Kardamom, Zitronensaft, Schale und Gelfix war ich stolze Besitzerin von 15 Gläsern Kaktusfeigengelees.AgarAgar und Apfelpektin funktioniert bei so saueren Früchten anscheinend nicht! Kein Wunder, dass in den industriell hergestellten Produkten mehr Zucker und Wasser ist. Farbe und Inhaltsstoffe sind mit denen des Holunders zu vergleichen.

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