Öl-Plattformen vor den Kanaren

Weltkulturerbe und Öl-Bohrinseln. Wie passt das denn?

Dank der freundlichen Hilfe weltweit wurde dieses Problem auch oft diskutiert und nicht unter den Teppich gekehrt – wen interessiert diese europäische! Inselgruppe außer im Urlaub? Sogar auf so gut wie allen deutschen Wetterkarten sind die Sonneninseln nicht zu finden.

Vielen Dank all derer, die unserer Unterschriftenaktion gefolgt sind.

Kurze Zusammenfassung der Ereignisse:

Die Fa. Repsol setzte die Inselregierungen von Fuerteventura und Lanzarote in Kenntnis, dass sie in absehbarer Zeit mit den Bohrungen 60km vor den Küsten der beiden Inseln und Marokko mit den Probebohrungen beginnen würden.

Die Verantwortlichen fielen aus allen Wolken – die Regierung in Madrid hatte leider versäumt ihre „Kolonien“ dazu zu befragen, geschweige sie davon in Kenntnis zu setzen.

Den Insulanern wurde Honig ums Maul geschmiert: 52.000 neue Arbeitsplätze sollten geschaffen werden, dann nur noch Hunderte, später unter Hundert.

Wem war nicht von Anfang an klar, dass die Besatzung ausschließlich speziell geschulte Arbeiter und Ingenieure sein werden, die bestimmt nicht in erster Linie aus den Bewohnern der Kanaren ausgewählt werden würden?

Wie gesagt: Die Kanaren wurden NIE um ihre Meinung gebeten!

Sie taten sie kund auf diversen Demonstrationen: plataformas: NO.

Einen Volksentscheid beantragten die Inselregierungen, das wurde in Madrid abgelehnt.

Bei der „illegalen“ Volksbefragung auf Fuerteventura und Lanzarote war die Wahlbeteiligung enorm und mehr als 90% haben sich GEGEN diese vom Festland befürworteten Bohrinseln ausgesprochen.

Dann kam Ende letzten Jahres die königliche Marine und bewachte allen Ernstes mit einem Kriegsschiff die Probebohrungen.

Um sie vor den friedlichen Aktionen der Naturschützer bewaren?

Sie wollten zum wiederholten Male darauf aufmerksam machen, dass wir in einem regen Erdbebengebiet leben.

Der letzte Vulkanausbruch auf La Palma ist noch gar nicht so lange her! (1949 und 1971 Beben auf der Insel; 2011, 2012, 2013, 2014 Beben im Atlantik Stärke 3 bis 3,9)

Die Meeres-Beben erhöhten sich auch prompt, das Wetter ist im Winter meist ungemütlich auf dem Atlantik – die schönste Nachricht im neuen Jahr:

Das Bohrschiff zieht sich zurück!

Bei den genehmigten Bohrungen bis 3km in die Tiefe wurde kein Erdöl mit guter Qualität entdeckt.

Es ist noch nicht vorbei – mit neuer Technik kehren die sicher wieder.

Da hilft auch nicht der Aufdruck „Weltkulturerbe“.

Die gesammelten Veröffentlichungen zum Nachlesen:

www.savecanarias.org

Bald mehr - noch gibt es leider technische Ladeschwierigkeiten.